A M   1 0 .  J U L I   2 0 1 0   Z U M   C O R A X G E B U R T S T A G   / /   A N   D E R   M A R I E   H E D W I G   L I V E   A U F ( I N )   D E R   S A A L E 
"Toll! Gurichts Hörbuch ist ein Angriff! Ganz selten nur hört man, was man liest. (...) Text und Klang treffen sich nicht, die Bedeutungsebenen verkanten, und die Blumfeld-Geschichte ist auch nur ein tickendes Zitat inmitten eines anderen Erzählstücks: "Ein alltäglicher Vorfall". (...) "Der Geier" ist ein sprödes kleines Wunder aus den Randgebieten des Hörbuch-Marktes."
(Kolja Mensing in Die TAZ)

"Fest verzurrte die Klangbühne Guricht ihre Kafkaschen Short-Stories zwischen Sampler und Videoprojektor, schoß das Paket in den Improvisations-Orbit und testete die Texte dort auf Reißfestigkeit und Beschleunigungsstärke, Bremsverhalten und Lichtempfindlichkeit. (...) Tönernes Universum als Hommage an die Prager Moderne! (...) Die Noise-Artisten Frisell und Goebbels dürfen sich auf Konkurrenz aus einer kleinen deutschen Galaxis gefaßt machen."
(Evelyn Finger in Leipziger Volkszeitung)

"Die Klangbühne Guricht (hat) eine völlig neue Theaterform unter Einbeziehung aller aktuellen neuen Medien (Computer, Video, Wortverformungen als Klangbilder) kreiert. (...)"
(Hartmut Heinicke in Hamburger Abendblatt, 2nd November '98)



GURICHT:

Ralf Wendt // Stimme, Performance
Soeren Schrader // Musik, Komposition
Thies Streifinger // Musik, Komposition
Burgh // Film, Animation
Pix Blume // Djing, Technik

"A fascinating performance ensemble (with) a provocative hour of cutting-edge performance art (...) Klangbuhne Guricht has brought along a big collection of high-tech toys from Germany and creates a series of striking juxtapositions between actor and technology. The ear-splittingly atonal live music is a fusion of human artist and electronic manipulation that avoids the typical cliches of the genre. (...) definitely worth catching."
(Chris Jones in Chicago Tribune 16th October 98)

"Die Klangbühne Guricht (...) zog die Zuschauer mit einer Collage aus Franz Kafkas Frühwerken in einen Sog aus Verzweiflung, Verwirrung und Verfolgung. Videoinstallation, Monolog, Lichtakzente, verzerrte Erzählerstimme, bizarre Soundkompositionen - alles lief parallel. Und doch wirkte nichts zuviel, entstand vielmehr eine neuartige eindringliche und totale Sinnerfahrung Kafkas. (...)"
(Darius Engel in Lübecker Nachrichten, 3rd November '98)

GURICHT - Die Wurst (The Sausage) "Die Klangbühne spielte mit der Wahrnehmungsfähigkeit des ihnen ausgesetzten Publikums und reizte dessen Sinne bis zur Erschöpfung. So wurde der Raum der Inszenierung durch im Hintergrund ablaufende Video-Sequenzen und eine synthetische Geräuschkulisse fast bis ins Unheimliche aufgeweitet. Die zu hörende Toncollage vermengte Radiowellen, Unterwasserrauschen und Töne, die aus Elektronenbewegungen entsprungen zu sein schienen. Auf stereotypische Klangmuster verzichtend, untermalte die Klangbühne aneinander gereihte Videobilder von sich windenden Würmern, die Menschenmengen ähnelten. Dies war eine der Passagen, in denen "Die Wurst" zwischen Makro- und Mikrowelten beängstigende Gleichnisse zog. (...) Der Unfaßbarkeit einiger Dürrenmattscher Gedankenexperimente näherte sich die Klangbühne Guricht mit einer ebenso schwer faßbaren Menge von akustischen und visuellen Effekten. Die Eindrücke davon werden in den Köpfen der Zuschauer noch lange rumoren."
(Mitteldeutsche Zeitung, 2nd February '99)




CD Cover"Der Geier"_Kurzgeschichten von Franz Kafka
Fotos von Achim Blobel auf der Kurischen Nehrung // Deutsche Kulturtage in Kleipeda/ Litauen
Dank an Soeren für's sammeln der Artikel!!!     


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